PATCHWORKLEBEN.CH
Gemeinsam eine Familie werden

Öfter mal das Patchwork aufteilen

Submit to DeliciousSubmit to DiggSubmit to FacebookSubmit to Google PlusSubmit to StumbleuponSubmit to TechnoratiSubmit to TwitterSubmit to LinkedIn

Patchwork Aufteilen

Neulich haben Sie einmal etwas gemacht, was Sie sich zuvor kaum hätten vorstellen können: Sie sind mit dem Sohn Ihres Partners zu einem Sportereignis gegangen, das sie beide interessierte, die Anderen aber nicht. Zuerst fanden Sie es komisch, am "heiligen" Wochenende mal nicht als Familie zusammen zu sitzen, aber das Event war so spannend, der Junge so aufgeregt und gesprächig, dass Sie sich dachten: Das machen wir jetzt öfter mal, getrennte Wege gehen!

Natürlich war die Idee einmal, aus zwei Familien eine zu formen, und Sie halten auch immer noch daran fest. Aber Sie haben bei dem besagten Ereignis gemerkt, dass Ihre gemeinsame Zeit oft gar nicht so "gemeinsam" ausfällt. Ein normales Wochenende sieht eher so aus, dass Ihre beiden Kinder in ihrem Zimmer sitzen, viel am PC, der Sohn Ihres Partners sich gerne vor dem TV einfindet, und dass Sie maximal die Mahlzeiten gemeinsam einnehmen, und das auch nicht immer. Sie fanden es gerade darum interessant, einmal fern des Gebildes Patchwork etwas zu erleben, sozusagen ein Teil-Patchwork zu bilden und so einiges aufzubauen, wenn auch nur zu einer Person. Aber gut, dieser Sohn ist genau die Person, die Ihnen am fremdesten ist, und um die Sie immer noch ein wenig kämpfen. Jetzt kommt der Junge öfter zu Ihnen, erzählt etwas vom Tennis, und auch sonst ist er anders als zuvor. Gute Sache!

Gemeinsamkeiten müssen allen gefallen

Es nützt, egal ob "Normalfamilie" oder Patchwork, ja auch nichts wenn Sie zwanghaft alles am Wochenende zusammen unternehmen. Jeden Sonntag geht es zum Kleingarten, auch wenn die älteren Kinder maulen und es langweilig finden. Wenn Sie aber noch einmal die besondere Situation des Patchworks bedenken, ist auch klar, dass es wohl sogar noch etwas weniger normal, da weniger gewachsen, ist, wenn Sie nun alles zusammen machen. Und wenn Sie das einmal akzeptiert haben, werden Sie auch andere Modelle des Zusammenseins akzeptieren können. Wenn der Sohn einmal mit seinen Freunden das Wochenende verbringen will, obwohl er "dran" wäre, bei Ihnen zu sein, sollten Sie das nicht kränkend finden, sondern sich freuen, dass das Kind eine eigene Welt hat. Zwang bringt ohnehin nichts, und wenn der Junge dann von dem Camping erzählt, von seinen Kumpels, freuen Sie sich doch auch für ihn, oder? Kurz: Wenn gemeinsam, sollte es auch in sich stimmig sein und nicht von aussen "aufgepfropft" werden.

So lernen Sie die "neuen" Kinder besser kennen

Egal, wer neu in Ihr Leben kommt, Sie müssen diese Person oder Personen erst einmal kennen lernen. Und, seien Sie sicher, Sie sind zu Ihnen natürlich anders als zu ihrem Vater. Vertraut sind Sie ihnen nicht, so wenig, wie Sie ihnen vertraut sind. Die Chance, durch eine "Vereinzelung" die neuen Kinder besser kennen zu lernen, ist gross. Gehen Sie allein mit den Kindern etwas Neues zum Anziehen kaufen, begleiten Sie sie zu Schulveranstaltungen, wenn Ihr Partner keine Zeit oder Lust hat. Sie werden allmählich für einander selbstverständlicher, auch, weil eben "nur" Sie zur Verfügung stehen.

Tipp

Arbeiten Sie ruhig mit Überraschungen, indem Sie am Freitagabend Karten für ein Konzert am Samstag zücken - ohne Ihren Partner, nur Sie und die Kinder!

Bildquelle: TawnyNina / pixabay.com

Submit to DeliciousSubmit to DiggSubmit to FacebookSubmit to Google PlusSubmit to StumbleuponSubmit to TechnoratiSubmit to TwitterSubmit to LinkedIn
PATCHWORKLEBEN.CH
Gemeinsam eine Familie werden

FB digitalGoogle digitalTwitter digitlRSS digitalpatchworkleben mail