PATCHWORKLEBEN.CH
Gemeinsam eine Familie werden

Toleranz und soziales Miteinander fördern

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Toleranz Familie Leben

"Mama, ich will keine neuen Geschwister. Ich mag die nicht, die sind seltsam und ausserdem totale Streber. Und glaube nicht, dass ich mir mit denen ein Zimmer teile oder irgendwelche Ausflüge mache!"

Akzeptanz und Toleranz - in Patchworkfamilien braucht es viel von beidem, damit das Familienleben halbwegs harmonisch verlaufen kann. Aber bis dahin ist es oft ein weiter Weg. Du als Mutter hast vielleicht manchmal das Gefühl auf verlorenem Posten zu kämpfen wenn es darum geht, die Familie zusammenzuhalten. Gerade, wenn die Beziehung zu Deinem neuen Partner noch frisch ist und er ebenfalls Kinder hat, stellt die Situation für alle Beteiligten eine Herausforderung dar. Fakt ist: Harmonie lässt sich nicht erzwingen und es braucht Zeit, bis alle eine Basis gefunden haben, auf die sich aufbauen lässt. Trotzdem ist es wichtig, dass alle Familienmitglieder lernen miteinander auszukommen, auch wenn es zunächst vielleicht so aussieht als sei es unmöglich, über all die Differenzen und Konflikte hinwegzusehen und eine Perspektive für eine gemeinsame Zukunft zu schaffen.

Eine Trennung der Eltern macht Kindern Angst

Sich gegenseitig so zu akzeptieren wie man ist: Ist das eigentlich wirklich so schwer? Für Dich als Mutter wahrscheinlich nicht. Du hast einen neuen Partner gefunden, kannst Dir mit ihm eine gemeinsame Zukunft vorstellen und fühlst Dich vielleicht nach langer Zeit endlich mal wieder geliebt und geschätzt. Für Deine Kinder hingegen ist die Situation eine andere. Sie mussten die Trennung ihrer Eltern verkraften, der möglicherweise viele Streitereien und Konflikte vorausgegangen sind. Sie sind, auch wenn sie sich vielleicht ungerührt und rebellisch geben, tief verunsichert. Bisher waren Mutter und Vater gleichermassen für sie da, aber wie wird das in Zukunft sein? Besonders Teenager und Schulkinder leiden stark unter der Trennung ihrer Eltern, weil sie die Konsequenzen bereits verstehen können. Wenn die eigene Mutter (oder der Vater) in dieser Phase eine neue Beziehung eingeht, so ist das für Kinder immer zunächst schwer zu verkraften, weil sie Angst haben nun nicht mehr so geliebt zu werden wie vorher. Auch Zukunftsängste plagen sie, denn vielleicht müssen sie nun umziehen oder gar die Schule wechseln. Daher ist es kein Wunder, wenn sie auf Stiefgeschwister oder neue Partner an der Seite ihrer Eltern zunächst ablehnend reagieren.

Klare Familienregeln können das Zusammenleben erleichtern

Wichtig ist, dass Du die Ängste Deiner Kinder ernst nimmst und diese offen thematisierst. Ohnehin sind ehrliche Gespräche ungemein bedeutend für Patchworkfamilien. Die Macken und Eigenarten der anderen, "neuen" Familienmitglieder können schliesslich wirklich nerven und eine starke Belastung darstellen. Auch daran sich vielleicht einschränken zu müssen, die Aufmerksamkeit zu teilen und Kompromisse einzugehen müssen sich die meisten Kinder zunächst gewöhnen. Daher macht es Sinn, klare Familienregeln zu erarbeiten, an die sich jeder halten muss. Auch Haushaltspläne können helfen, Streit und Alltag vorzubeugen. Davon abgesehen solltest Du Deinen Kindern (und Stiefkindern) immer wieder vermitteln, dass jeder so angenommen wird wie er ist. Es sind nur bestimmte Verhaltensweisen, die Du als Mutter nicht tolerieren kannst, weil sie die Familie als Ganzes belasten. Achte zudem darauf, regelmässig Zeit mit Deinen Kindern zu verbringen - Dein neuer Partner und die Stiefgeschwister müssen ja nicht immer mit von der Partie sein.

Tipp: Toleranz und Verständnis vorleben

Gehe mit gutem Beispiel voran und zeige Verständnis und Toleranz gegenüber anderen - auch ausserhalb der Familie.

Bildquelle: Samantha Villagran / freeimages.com

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