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Gemeinsam eine Familie werden

"Du hast mir gar nichts zu sagen!"

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Kind Wiederstand

Gar nicht schön; Sie stehen vor der Tochter Ihres neuen Partners, die mit einem Kaugummi im Mund aufreizend zu Ihnen herüber blickt. Was sie sagt, ist weder höflich noch von Respekt zeugend, nämlich: "Du bist doch nicht meine Mutter, das geht dich gar nichts an, mit welchem Rock ich zur Party gehe". Das sitzt, denn eigentlich hatten Sie sich schon ein wenig angefreundet, die 14-jährige Tochter Ihres Partners und Sie. Aber diese plötzliche Kälte und Fremdheit ist doch ein arger Rückschlag für Sie. Werden Sie je ein normales Verhältnis haben, oder werden Sie immer die Nr. 2 bleiben?

Gefühle kann man nicht erzwingen - Umgangsformen schon. Wenn die Tochter aus dem Beispiel Sie regelrecht anpöbelt oder sogar Schimpfworte benutzt, müssen Sie sich das nicht gefallen lassen, Ein klares "So sprichst du nicht mit mir", kann da schon Wunder wirken. Wenn das Kind oder die Kinder aber weiter unhöflich zu Ihnen sind, sollten Sie doch Ihren Partner als Instanz einschalten, auch wenn es Ihnen widerstrebt. Sie müssen eben abwägen, was an Entwicklung möglich ist. Wenn die Kinder ein gewisses Alter erreicht haben, sind Sie eins ganz sicher nicht: kuschelig und anhänglich, da sie ohnehin ihr eigenes Leben führen. Dennoch können Sie auch mit Teenies ein gutes Verhältnis aufbauen - aber langsam und ohne es zu forcieren.

Eine eigene Position behalten

Nein, Sie sind nicht die Mutter der Kinder, und von daher sind Sie auch nicht für deren Erziehung direkt zuständig. Das ist aber die Crux bei dem Ganzen, denn Sie verbringen ja einen gewissen Teil Ihres Lebens zusammen, und vom Verhalten der Kinder hängt auch Ihr Glück bzw. Ihre Zufriedenheit ab. Es ist nicht einfach, wenn Sie plötzlich mit Kindern zu tun bekommen, ganz nahe, die Sie kurz zuvor gar nicht kannten. Es gilt erst einmal auch für Sie, eine Position zu erzielen: Was wollen Sie für die Kinder sein, Ersatzmutter, Freundin, Lehrerin oder nur eine, die auch in der Wohnung ist? Gar nicht einfach, denn das Geflecht der Beziehungen an einem Ort kann schon sehr kompliziert sein, auch ständigen Wandlungen unterliegen. Vielleicht sollten Sie alle Rollen über Bord werfen und die Kinder einfach wie Besuch behandeln, Leute, die auch zur "Party" erscheinen.

Grenzen setzen - Sie haben natürlich in Ihrer Wohnung das Sagen!

Laissez fairer, das ist das Fatale daran, hat oft den Effekt, dass die Betroffenen die Person, die "laisse faire", nicht sehr ernst nehmen, ihr also auf dem Kopf herum trampeln. Das sollten Sie sich nicht gefallen lassen und klare Grenzen setzen. Geschrien wird bei Ihnen grundsätzlich nicht, auch nicht, dem Anderen ins Wort gefallen. So einfach ist das. Wenn Sie auf bestimmten Formen bestehen, kann es sein, dass Sie ordentlich Respekt gewinnen, da die Orientierung in den Wirren einer Trennung oft etwas abhanden kommt. Bei Ihnen herrschen klare Regeln. Und wenn die Kinder ihres Partners nicht auf Ihren Rat hören wollen, ist das so. Versuchen Sie nicht, auf Krampf die Vertraute der Kinder zu werden, warten Sie ab, was sich entwickelt.

Tipp

Verabschieden Sie sich von der Idee, dass Sie sofort "eine Familie" werden. Warten Sie die Entwicklungen geduldig ab.

Bildquelle: S. Hofschlaeger  / pixelio.de

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