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Vielfalt in der Familie trainiert das Sozialverhalten

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Durch Herausforderungen, die angemessen sind, lernen Kinder besonders gut. Ein Prinzip in der Begleitung von Kindern und Jugendlichen lautet: "Fördern und Fordern". Patchworkfamilien bieten so viele Möglichkeiten des Lernens und Erfahrens wie kaum eine andere Lebenssituation. Wie du deinem Patchwork-Kind ermöglichst, sein Sozialverhalten zu stärken, liest du hier.

Einheit und Vielfalt im ständigen Wechsel

Ein Kind kennt seine Eltern und Geschwister normalerweise, bis es erwachsen ist. Die Patchworkfamilie sieht anders aus. Eine neue Gruppe entsteht, wenn sich zwei Eltern mit den Kindern zusammenfinden und eine Familie bilden. Die beiden Gruppen haben unterschiedliche Vorlieben, unterschiedliche Rituale und verschiedene Erfahrungen untereinander gemacht. Andere Faktoren dagegen passen hervorragend zusammen. Alle lieben ein Winterurlaub, niemand möchte ein Haustier halten. Kinder, die in einer Patchworkfamilie aufwachsen, lernen, dass man sich mag, auch wenn man verschieden ist. Sie nehmen bewusst wahr, dass Gleichheit keine Voraussetzung dafür ist, sich zu verstehen und gegenseitig zu respektieren. Der ständige Wechsel zwischen Übereinstimmungen und Unterschieden lässt ein Kind erkennen, dass es auf das Innere eines Menschen viel mehr ankommt als auf Äußerlichkeiten.

Toleranz als Schlüsselkompetenz

Toleranz ist eine Fähigkeit, die nicht nur die eigene Gelassenheit schützt. Sie lässt auch anderen den Raum, um sich zu entwickeln und zu wachsen. Wenn der Vegetarier plötzlich mit Fleischessern zusammenlebt, wird Toleranz gebraucht. Die Fußballfamilie, die gemeinsam mit Nicht-Fans ihre Wochenenden gestalten will, muss einiges an Toleranz aufbringen. Dadurch sehen die Kinder, dass es möglich ist, andere neben sich gelten zu lassen. Wenn Patchwork gelingen will, muss jeder Kompromisse machen. Toleranz ist eine Bedingung dafür, dass die Kompromisse aus freien Stücken eingegangen werden.

Rücksicht und Co. im Dauertraining

In einer Patchworkfamilie entstehen täglich Situationen, in denen ein Kind seine sozialen Kompetenzen testen und erweitern kann. Es erlebt neue Bindungen, die gefestigt werden wollen. Die Einflüsse der anderen beeinflussen den Tagesablauf und stören liebgewonnene Gewohnheiten. Durch den Familienzuwachs erhöht sich auch die Anzahl der Bedürfnisse. Das schult die gegenseitige Achtsamkeit und hilft den Kindern dabei, großzügig und rücksichtsvoll zu agieren. Denn in Patchworkfamilien wird schnell klar, dass die gemeinsame Harmonie davon abhängt, wie Wohl sich jedes einzelne Mitglied fühlt.

Fazit: Wenn dein Kind zukünftig in einer Patchworkfamilie leben wird, wird es nicht immer nur begeistert sein. Privilegien gehen verloren und es wird mehr Rücksicht gefordert. Ein schlechtes Gewissen musst du dabei nicht haben. Du gibst deinem Kind die Chance, Kompetenzen zu entwickeln, die es im späteren Leben sinnvoll und nutzbringend einsetzen kann. Es wird lernen, sich auf andere Menschen und Personen einzustellen. Und es wird erfahren, dass ein Team immer dann am stärksten ist, wenn jedes einzelne Mitglied sich wohl fühlen kann.

Bildquelle: amyelizabethquinn / pixabay.com

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